Faraj Bayrakdar

Faraj Bayrakdar Spiegel der Abwesenheit

Spiegel der Abwesenheit

Gedichte

Übersetzer: Wahid Nader

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch, Arabisch
1. Auflage ()
franz. Broschur, 106 Seiten
ISBN 9783899304077
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Faraj Bayrakdar spannt einen Bogen über 101 Gedichte, die sich wie Glieder einer Kette zu einem Ganzen zusam­men­fügen. Es sind Gedichte ohne Titel, unter­teilt durch Nummern; ihr Inhalt ist geprägt von der Nacht syri­scher Gefäng­nisse, die der Dichter als eine Nacht schwärzer als jede andere Nacht besch­reibt. Als poli­ti­scher “Gefan­gener Nr.13”, nimmt er den Leser mit auf eine Reise in seine Zelle in Said­naya, wo er von 1997 bis 2000 gefangen gehalten wurde. Auf dieser Reise zeigt er das Unvor­s­tell­bare in einer bitteren Sprache aus Fins­ternis und Stein. Seine Gedanken ritzte er in die Wände seiner Zelle, wenn der Mond durch ein Loch in der Wand leuch­tete.

Faraj Bayrakdar hat die arabi­sche Lite­ratur erwei­tert um das Thema Gefängnis- bzw. Gefan­ge­nen­lyrik: "Leicht zu erken­nende Spuren in der Poesie von Faraj Bayrakdar verweisen auf die Verhält­nisse und eigene trau­ma­ti­sche Erfah­rungen in seinem Geburts­land Syrien, wo er als poli­ti­scher Gefan­gener 14 Jahre Haft verbüßen musste. Die Gedichte spre­chen von Trauer, von Sehn­sucht nach Frei­heit. Nicht Verbit­te­rung klingt aus ihnen, doch die Anklage: Wenn die Götter wahre Götter wären, hätten sie kein Opfer ange­nommen geringer als einen Tyrannen", schreibt Karin Clark im Vorwort zur Doku­men­ta­tion der Burg­le­sung auf Schloss Burgau vom 26. Juni 2004 und der Matinee der Poesie auf Schloss Burgau, veran­staltet vom Hein­rich-Böll-Haus Langen­b­roich.